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Aktuelle Leseempfehlungen

Ich trau mich eigentlich gar nicht, die Leseempfehlungen dieses Mal aktuell zu nennen, denn einige Artikel sind schon etwas älter. Das macht sie natürlich nicht schlechter, deswegen raus damit:

Noch einigermaßen aktuell: Der offene Brief von Anne Wizorek et al., die den #Aufschrei ins Leben gerufen hat und Stellung zur Äußerung des Bundespräsidenten zum Thema nimmt

Eine sehr gute Zusammenfassung zur Entstehung des Leistungsschutzrechts liefert Till Kreutzer bei der FAZ.

Annabel Dillig interviewt Jan Böhmermann zum Aus von „Roche & Böhmermann“. Sehr sympathischer Typ.

Spotify verhandelt wohl gerade neu mit den Labels über die die Ausschüttungen. Schönes Zitat: „Jeder in der Branche hofft, dass Spotify Erfolg hat. Keiner kann es sich leisten, dass das den Bach runtergeht.“

Bei der FAZ berichtet eine Autorin über ihre Arbeit als Packerin bei Amazon. Für mich ist das Thema nicht so überraschend und neu, wie es vor kurzem hochgejazzt wurde. Ich las bereits vor ca. 1 Jahr mal einen ziemlich erschreckenden Blogeintrag einer US-amerikanischen Packerin. An meinem Bestellverhalten hat das nichts geändert und so wird es jetzt auch sein.

Ein Interview mit James Deen, der anscheinend ein berühmter Porno-Darsteller ist. Sympathische Lektüre (SFW).

Elternabende in Schulen sind (Gott sei Dank) noch kein Thema für mich, aber was Nico Lumma zu berichten hat, lässt nicht Gutes vermuten.

Aktuelle Leseempfehlungen

Es wird gemunkelt, dass es bald eine dritte Staffel von Twin Peaks geben könnte. Bei Nerdcore steht etwas mehr dazu. Das Ende der zweiten Staffel war wirklich sehr unbefriedigend, aber anschauen würde ich mir das wahrscheinlich schon. Mild Spoilers ahead.

Michael rechnet mit 60 Jahren Fernsehen ab und kommt zu dem Schluss, dass es gescheitert ist. Ich selbst besitze keinen Fernseher und schauen mir interessante Inhalte höchstens per Stream an. Viel abgewinnen kann ich dem Medium schon lange nicht mehr.

The Price of Apps beschäftigt sich mit der Frage, was Apps kosten dürfen und welchen Preis der Nutzer bezahlt, auch wenn die App an sich kostenlos ist. Es geht dabei nicht so sehr um das Verkaufen der Nutzerdaten, sondern eher um den Aspekt, dass der Nutzer Zeit und Mühe in die App investiert. Und das obwohl jederzeit die Gefahr besteht, dass der Service geschlossen wird.

Aktuelle Leseempfehlungen

Juliana Goschler über die selbstverständliche Einbindung der Eltern in den Bildungsauftrag der Schule und die Benachteiligungen, wenn Eltern diese Rolle nicht übernehmen können.

Ich habe mein Abitur mit der 13. Klasse gemacht, meine Schwester hatte nur noch 12 Schuljahre. Ich habe das zusätzliche Jahr immer geschätzt. Weniger Schulstress und (für mich persönlich viel wichtiger) mehr Zeit für die Entscheidungsfindung was danach passieren soll. Lukas Claes schildert ähnliche Eindrücke.

Etwas lange, aber sehr lesenwerte Abhandlung über einen Artikel zum Urheberrecht im Handelsblatt. Über das Handelsblatt sind mir in letzter Zeit zu viele schlechte Berichte gekommen, das kann ich schon eine ganze Weile nicht mehr ernstnehmen.

Kleine Fernsehkritik mit Leseempfehlungen

Neulich kam in einer Gruppe das Gespräch auf die Lage im deutschen Fernsehen zu sprechen. Ich schaue ja extrem wenige Sendungen und wenn dann meist Sport und Sendungen wie ZAPP, Roche & Böhmermann, Tatort…
Vor allem was auf den privaten Sendern gerade so abläuft bekomme ich nur über Online-Besprechungen mit, oder wenn ich zu hause bei den Eltern mal wieder zappe. Was ich in dieser kurzen Zeit dort sehe, reicht auch völlig um meine schlechte Meinung zu bestätigen. Ich will jetzt auch nicht zu sehr in die Tiefe gehen, denn eigentlich soll dieser Artikel nur der Hinweis auf ein sehr sehr gutes Interview mit Oliver Kalkofe und einen Artikel des von mir sehr geschätzten Stefan Niggemeier. Lest euch beides mal in einer ruhigen Minute durch, lohnt sich sehr.

Kalkofe: Heute hat kaum noch jemand eine wirkliche Überzeugung oder eine Haltung zum eigenen Programm. Man will gar nicht mehr unterhalten, informieren oder mit dem Publikum kommunizieren, man will nur noch senden und schnell nach Hause. Sowohl vor als auch hinter der Kamera arbeiten immer weniger Profis. Bekloppte spielen Bescheuerte nach und müssen verkorkste Proleten-Porno-Fantasien von gelangweilten Hilfsredakteuren und Teilzeit-Praktikanten umsetzen, die inzwischen das ersetzen was früher mal eine Redaktion war.