Facebook zeigt Google den Mittelfinger

Der Kampf Facebook vs. Google nimmt etwas schärfere Züge an. Seit ein paar Tagen ist es nicht mehr möglich, seine Gmail-Kontakte automatisiert nach möglichen Facebook-Freunden durchsuchen zu lassen. Google verweigert Facebook den Zugriff mit der Begründung, dass diese Funktion auf Reziprozität beruht. Heißt: Wenn Facebook auf Google-Daten zugreifen kann, möchte Google doch bitte auch auf Facebook-Daten zugreifen dürfen.

Das hat sich Facebook natürlich nicht lange gefallen lassen und geht nun einen kleinen Umweg. Man nutzt jetzt Google-Bordmittel um trotzdem an die Daten zu kommen. Der Nutzer wird aufgefordert, sein Gmail-Adressbuch als Datei zu exportieren und dann bei Facebook hochzuladen. Natürlich erfolgt auch das wieder so weit wie möglich automatisiert. Somit kommt Facebook trotzdem an die Emailadressen und Google schaut in die Röhre. Technisch gesehen kann Google da schon noch etwas gegen machen, allerdings besteht die Gefahr, auch andere Funktionalitäten einzuschränken. Ergo: In your Face Google!!

Mal von dieser ganzen Diskussion abgesehen, sollte man diese Funktion sowieso NIE NIE NIE benutzen. NIE. Für kein Postfach auf der Welt, egal bei welchem Anbieter. NIE. Facebook speichert nämlich all die gefundenen Emailadressen fleißig ab, für immer und ewig. Und das bei Facebook auch nach angeblichen Löschen nichts verloren geht, wurde ja schon öfter festgestellt.

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